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Das ultimative Wichtelideen-Buch — gibt es das?

24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Ein dickes Buch mit vielen bunten Lesezeichen liegt neben einer kleinen Wichtelfigur

„Ultimativ” heißt im Buchhandel meistens: viele Ideen. Und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Käufe schiefgehen.

Warum mehr nicht besser ist

Ein Buch mit 200 Ideen sieht nach einem guten Kauf aus. Am 9. Dezember um halb zehn abends ist es aber ein Problem: Ihr blättert, vergleicht, entscheidet — und das ist genau die Arbeit, die ihr abgeben wolltet.

Der Zeitfresser ist nie das Ausführen. Es ist das Entscheiden.

Die vier Angaben, auf die es ankommt

1. Eine Reihenfolge. Tag 1 bis Tag 24. Ohne sie steht ihr jeden Abend wieder vor der Auswahl.

2. Eine ehrliche Zeitangabe. Nicht „schnell gemacht”, sondern eine Zahl. Zwei Minuten und zwanzig Minuten sind an einem Dienstag zwei verschiedene Welten.

3. Ein fertiger Text. Der Brief zum Abschreiben. Das ist der Teil, der die Arbeit macht.

4. Ein Ausweg. Zwei Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts geht.

Ein Buch mit 40 Ideen und diesen vier Angaben ist im Dezember mehr wert als eines mit 200 ohne.

Was „ultimativ” tatsächlich bedeuten müsste

Dass ihr das Buch einmal braucht und nichts dazu. Also: Ideen, Texte, Aufwand, Ausweg, Abschied — und alles so, dass man es im nächsten Jahr wieder benutzen kann, ohne Seiten herauszutrennen.

Das ist eine überschaubare Liste. Sie steht selten vollständig auf einem Buchrücken.

Wie ihr vor dem Kauf prüft

Schlagt das Inhaltsverzeichnis auf und sucht nach Tagen. Stehen dort Themen statt Tage, ist es eine Sammlung. Sammlungen sind gut zum Stöbern im November — sie sind nur nichts für den Dezemberabend.

Welche Sorten es überhaupt gibt, steht sortiert in Wichtelbücher: welche Sorte ihr braucht.

Die Probe aufs Exempel

Nehmt ein beliebiges Buch und schlagt drei Stellen auf: den Anfang, die Mitte, das Ende.

Am Anfang sollte stehen, wie eine Wichtelzeit abläuft — Einzug, Rhythmus, Abschied. Wenn dort zwanzig Seiten über die Geschichte der Wichtel stehen, ist es ein Lesebuch.

In der Mitte sollte eine Doppelseite pro Tag stehen: eine Idee, eine Zeitangabe, ein Text zum Abschreiben. Wenn dort eine Bildergalerie steht, ist es ein Buch zum Anschauen.

Am Ende sollte der Abschied stehen. Ein Buch, das mit Tag 24 aufhört, lässt euch an dem Tag allein, an den sich Kinder am längsten erinnern.

Warum „ultimativ” beim Kauf nichts aussagt

Es ist ein Wort für den Buchrücken. Was es bedeuten müsste — dass ihr nichts dazukaufen müsst — lässt sich in einem einzigen Satz prüfen, und der steht nie auf dem Umschlag.

Fragt euch beim Danebenstehen im Laden: Kann ich damit am 9. Dezember um halb zehn abends arbeiten, ohne noch etwas zu überlegen?

Wenn ja, ist es das richtige Buch — egal wie dünn es ist. Wenn nein, helfen auch 300 Seiten nicht.

Was in unseren Büchern steht

3 Minuten Wichteltür-Ideen — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen für alles, was nichts voraussetzt, und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.