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Wichtel-Erinnerung: was nach dem 24. bleibt

24. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Eine leere kleine Tür an der Wand, davor liegt ein zusammengefalteter Brief und eine winzige Mütze

Über den Einzug wird viel geschrieben. Über den Abschied fast nichts — dabei ist er der Teil, an den Kinder sich erinnern.

Der 24. ist kein guter Abschiedstag

Am Heiligabend passiert ohnehin zu viel. Ein Wichtel, der sich zwischen Bescherung und Besuch verabschiedet, geht unter.

Besser: der 23. Der Wichtel packt, während noch Ruhe ist. Am 24. ist die Tür dann schon leer, und das Kind hat einen Tag Zeit, das zu verarbeiten, bevor die Geschenke alles überdecken.

Der Abschiedsbrief

Er ist der einzige Brief, der etwas länger sein darf. Drei Dinge gehören hinein:

Ein Rückblick auf etwas Konkretes. Nicht „es war schön mit dir”, sondern „der Tag mit den Wackelaugen an den Tassen war der beste”. Kinder erkennen daran, dass er wirklich dabei war.

Ein Grund, warum er geht. Nicht „ich muss leider”. Wichtel gehen im Winter zurück in den Wald, weil die Arbeit dort weitergeht. Das ist kein Abschied für immer, sondern ein Ortswechsel.

Ein Versprechen, das ihr halten könnt. „Nächstes Jahr komme ich wieder” ist eines. Haltet es.

Das Erinnerungsstück

Ein Wichtel, der nichts dalässt, war ein Gast. Einer, der etwas dalässt, war ein Freund.

Was sich bewährt hat:

  • Seine Mütze. Winzig, aus Filz, bleibt auf dem Regal stehen.
  • Ein Schlüssel. Für die Tür, die das ganze Jahr hängen bleibt. „Damit du weißt, dass sie zu ist, nicht weg.”
  • Ein leeres Heft. Damit das Kind bis nächstes Jahr aufschreiben kann, was er wissen soll.
  • Die Briefe selbst. Wenn ihr sie gesammelt habt: zusammengebunden, mit einer Schnur. Das ist das beste Erinnerungsstück, und es kostet nichts.

Die Briefe aufheben

Sagt es niemandem vorher, aber: hebt jeden Brief auf.

Nach 24 Tagen habt ihr eine kleine Sammlung, in der die ganze Adventszeit steckt — welche Ideen gezündet haben, worüber euer Kind gelacht hat, was es zurückgeschrieben hat. Im nächsten Jahr ist das eure beste Vorlage, und in zehn Jahren ist es etwas anderes.

Ein Schuhkarton reicht. Mehr Aufwand braucht es nicht.

Wenn das Kind traurig ist

Das ist in Ordnung und gehört dazu. Was hilft, ist etwas zu tun zu haben: Die Tür wird nicht abgehängt, sondern bleibt. Das Kind darf sie putzen, einen Zettel hineinlegen, etwas für nächstes Jahr vorbereiten.

Was nicht hilft: sofort ersetzen. Ein neuer Wichtel am 26. macht den alten zur Ware.

Nächstes Jahr

Kinder wachsen schneller, als der Advent wiederkommt. Ein Sechsjähriger glaubt, ein Achtjähriger spielt mit, ein Zehnjähriger schreibt selbst die Briefe für das kleine Geschwister.

Alle drei Stufen funktionieren — sie sehen nur anders aus. Was sich ab acht ändert, steht in Wichtel für größere Kinder.

Der Plan für die 24 Abende

Unsere Bücher 3 Minuten Wichteltür-Ideen liefern genau diesen Teil — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.