Wichtel-Set für 24 Tage: einmal durchgerechnet
15. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
„Set für 24 Tage” suggeriert, dass man einmal kauft und vier Wochen versorgt ist. Meistens stimmt das für das Material — und nicht für das, was die Tage füllt.
Rechnen wir es einmal sauber durch: was einmalig anfällt, was jährlich wiederkommt und wo der eigentliche Aufwand liegt.
Was einmalig anfällt
Diese Posten kauft ihr einmal und benutzt sie jahrelang:
- Die Tür — die größte Einzelanschaffung
- Die Figur — am besten mit biegsamen Armen und Beinen
- Wackelaugen — eine Packung reicht für mehrere Jahre
- Ein abwischbarer Kreidestift für Glas und Spiegel
- Streudeko, etwa kleine Holzsterne — wird eingesammelt und wiederverwendet
Verteilt auf drei bis vier Jahre wird daraus ein sehr kleiner Betrag pro Advent.
Was jedes Jahr wiederkommt
Deutlich weniger, als Sets vermuten lassen:
- Etwas, das nach Schnee aussieht — Kunstschnee oder Puderzucker
- Ein paar Kleinigkeiten zum Verschenken — ein Keks, ein Sticker
- Bastelmaterial, wenn ihr die aufwendigeren Tage machen wollt
Das war’s. Alles andere ist Wiederverwendung.
Was ihr schon habt
Der größte Posten kostet nichts, weil er im Haus steht:
Kuscheltiere für die nächtliche Versammlung. Schuhe zum paarweisen Vertauschen. Spielzeugautos für die Parade. Papier und Schere für Schneeflocken. Ein Kissen für den Wichtel, der es sich gemütlich gemacht hat. Und das Wichtigste, das gar nichts kostet: den Wichtel umsetzen — zehn Sekunden, funktioniert an jedem Tag.
Grob gerechnet kommen mehr als die Hälfte aller Tage ganz ohne Einkauf aus.
Die Rechnung, die wirklich zählt
Nicht Geld, sondern Zeit.
Drei Minuten × 24 Abende = 72 Minuten. Etwas mehr als eine Stunde für den ganzen Advent.
Ein einziger aufwendiger Basteltag kostet leicht vierzig Minuten. Drei davon, und der Zeitaufwand des restlichen Advents ist verbraucht. Deshalb ist die Mischung das eigentliche Thema: kurze Tage für die Woche, aufwendige fürs Wochenende.
Wo Sets teuer werden, ohne mehr zu bieten
Große Deko-Pakete. Miniaturmöbel, Wichtelküchen, ganze Landschaften. Kinder achten auf Veränderung, nicht auf Kulisse — nach drei Tagen wird es nicht mehr beachtet.
Verbrauchsmaterial in Mengen. Was für 24 Tage reicht, reicht meist auch für drei Jahre, wenn man es einzeln kauft.
Vorgedruckte Briefe ohne Ideen. Sie passen zu jeder Situation halbwegs und zu keiner richtig — und die Frage, was der Wichtel getan haben soll, beantworten sie nicht.
Die sinnvolle Aufteilung
- Tür und Figur einmalig — die bleiben
- Ein Tagesbuch für den Plan und die Briefe
- Vier Kleinigkeiten: Wackelaugen, Kreidestift, Streudeko, Kunstschnee
- Alles Weitere erst im zweiten Jahr, wenn ihr wisst, was ihr benutzt
Punkt 4 spart am meisten. Im ersten Jahr weiß niemand, welche Art von Streichen bei den eigenen Kindern ankommt.
Der Posten, den kein Set enthält
Der Plan für die 24 Abende.
Unsere Bücher 3 Minuten Wichteltür-Ideen sind genau das: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag samt Kosten und Alter — daraus wird eure Einkaufsliste — und ein „ohne Material”-Zeichen für alles, was nichts voraussetzt.
Dazu Notfallbriefe, ein Adventsplan mit allen 24 Tagen auf einer Seite, Bastelanleitungen, ein Keksrezept und ein Wichtel-Tagebuch.
Zwei Ausgaben, mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele. Je 141 Seiten, alle farbig, 14,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8. Material ist keines dabei — was ihr sonst braucht, steht im Zubehör-Überblick.