„Wichtel Theo zieht ein“ im Überblick
24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit
Von allen Titeln, die neben unseren Büchern gesucht werden, kommt dieser der Sache am nächsten — er liefert beides, Geschichten und Briefe.
Was drin ist
Nach den Angaben des Verlags Hagendorn handelt es sich um einen Adventskalender in Boxform, geschrieben von Katia Simon, illustriert von Nadja Schwendemann, für Kinder ab 3 Jahren:
- 24 Vorlesekarten mit einer fortlaufenden Wichtelgeschichte — jeden Tag eine
- 24 kleine Briefe vom Weihnachtswichtel an das Kind, passend für eine vorhandene Wichteltür
- Namensfelder, in die ihr den Namen des Kindes eintragen könnt
Erzählt wird von dem kleinen Wichtel Theo, der sich bei den Kindern Floris und Olivia einquartiert hat.
Was gut daran ist
Die Doppelstruktur. Vorlesekarte am Abend, Brief am Morgen — das ist ein sauberer Rhythmus, und er nimmt euch beide Texte ab.
Der Namenseintrag. Ein Brief mit dem eigenen Namen wirkt bei Kindern anders als einer ohne. Dass das mitgedacht ist, spricht für die Box.
Die Kartenform. Karten lassen sich einfacher verteilen und verstecken als ein Buch, aus dem man Seiten heraustrennen müsste.
Wo die Grenze liegt
Es ist eine Geschichte, die vorgegeben ist. Theo erlebt, was auf den Karten steht. Wenn bei euch etwas anderes passiert — das Kuscheltier ist weg, es gab Streit, das Kind ist krank —, kann der Wichtel darauf nicht eingehen, ohne dass ihr selbst schreibt.
Es gibt keine Aufwandsangabe. Nichts sagt euch, ob eine Idee zwei Minuten kostet oder zwanzig.
Es gibt keinen Ausweg für einen leeren Abend. Die Karten gehen von einem Tag zum nächsten. Der Abend, an dem gar nichts mehr geht, ist nicht vorgesehen.
Für wen es passt
Wenn ihr eine fertige, durcherzählte Geschichte wollt und bereit seid, euch daran zu halten, ist die Box eine gute Wahl — vor allem im ersten Jahr und bei jüngeren Kindern.
Wenn ihr lieber auswählt, was zu eurem Abend passt, und Ideen nach Aufwand sortiert braucht, ist ein Tagesbuch der bessere Weg. Beides zusammen geht auch: Geschichte aus der Box, Ideen aus dem Buch.
Was ihr an fertigen Boxen habt — und wo ihr selbst ran müsst
Eine Box mit Vorlesekarten und Briefen nimmt euch den Text ab. Das ist der teuerste Teil, und deshalb ist so ein Angebot mehr wert als eine Materialkiste.
Was sie euch nicht abnimmt:
Die Umsetzung. Der Brief liegt vor, aber jemand muss ihn abends hinlegen — und zwar an einem Ort, an dem das Kind ihn findet.
Die Reaktion auf den Tag. Wenn etwas passiert ist, worauf der Wichtel eingehen sollte, müsst ihr selbst schreiben. Zwei Zeilen reichen, aber sie kommen von euch.
Den Ausfall. Für den Abend, an dem nichts geht, liegt nichts bereit.
Wie ihr eine fertige Box ergänzt
Zwei Handgriffe, und die Lücken sind geschlossen:
Zwei eigene Notfallzettel in derselben Handschrift wie die Box — falls die Karten gedruckt sind, schreibt ihr sie von Hand und erklärt es damit, dass er in Eile war.
Ein Briefkasten, damit das Kind antworten kann. Eine Box kann keine Antwort vorsehen, aber genau die macht aus dem Vorlesen ein Gespräch.
Der Plan für die 24 Abende
Unsere Bücher 3 Minuten Wichteltür-Ideen liefern genau diesen Teil — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.