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Wichtelbox oder Wichtelbuch — was lohnt sich?

18. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Ein Mädchen mit blauer Zipfelmütze kniet vor einem Regal mit Büchern, Laternen und Geschenken in einer warm beleuchteten Stube

Wer „Wichtelbox” sucht, sucht meistens nach einer Abkürzung: eine Schachtel, in der alles drin ist, einmal kaufen, fertig. Das ist ein vernünftiger Wunsch. Ob er sich erfüllt, hängt davon ab, was in der Box tatsächlich steckt.

Die kurze Antwort: Eine Box nimmt euch das Besorgen ab, ein Buch nimmt euch das Ausdenken ab. Das ist nicht dieselbe Arbeit — und für die meisten Familien ist das Ausdenken die größere.

Die drei Formen im Überblick

WichtelboxWichtelblockWichtelbuch
Was drin istMaterial, oft Deko und Kleinkramvorgedruckte Briefe zum AbreißenIdeen und Briefe als Buch
Nimmt abdas Besorgendas Formulierenbeides
Reicht fürmeist einen Adventeinen Adventjedes Jahr wieder
Braucht zusätzlichIdeenIdeen und MaterialTür, Figur, wenig Material

Die Preise gehen weit auseinander und ändern sich jedes Jahr — die vergleicht ihr am besten direkt. Entscheidender ist ohnehin die mittlere Zeile: Was genau nimmt euch das Ding ab?

Wofür eine Wichtelbox gut ist

Eine Box lohnt sich in genau zwei Fällen.

Erstens: Ihr fangt zum ersten Mal an. Dann fehlt euch wirklich alles — Tür, Figur, Deko, Miniaturkram. Eine gute Box spart euch fünf einzelne Bestellungen und die Frage, ob die Fußmatte zur Tür passt.

Zweitens: Ihr wollt nicht nachdenken, was ihr braucht. Wer keine Lust hat, sich in Wichtelzubehör einzuarbeiten, kauft sich mit einer Box diese Recherche ab. Das ist legitim.

Was eine Box in aller Regel nicht liefert: einen Plan für vierundzwanzig Abende. Material löst das Problem vom 8. Dezember nicht. Am 8. Dezember fehlt euch keine Fußmatte, sondern eine Entscheidung.

Wofür ein Wichtelblock gut ist

Ein Block mit vorgedruckten Briefen ist die günstigste Lösung und für manche die richtige: Wer eigene Ideen hat und nur die Formulierung nicht jeden Abend neu erfinden will, ist damit gut bedient.

Die Grenze zeigt sich meist in der zweiten Woche. Vorgedruckte Briefe sind notwendigerweise allgemein gehalten — sie müssen zu jeder Idee passen und passen deshalb zu keiner besonders gut. Und sie sagen nichts darüber, was der Wichtel eigentlich getan haben soll.

Wofür ein Wichtelbuch gut ist

Ein Tagesbuch verbindet beides: Für jeden Tag steht da, was der Wichtel getan hat und was er dazu schreibt. Das ist die einzige Form, bei der abends wirklich keine Entscheidung mehr ansteht.

So sind unsere beiden Ausgaben gebaut — 3 Minuten Wichteltür-Ideen, einmal mit dem Wichtel Fips, einmal mit der Wichtelin Nele:

  • 24 fertige Briefe im Wortlaut, mit Namensfeld für dein Kind
  • Über 40 Ideen insgesamt
  • Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, dazu die Kosten und das Alter
  • „Ohne Material”-Zeichen bei allen Tagen, die nichts voraussetzen
  • Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht
  • 141 Seiten, 14,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8

Der Punkt, der im Vergleich zur Box am meisten zählt: Ein Buch funktioniert im nächsten Jahr wieder. Eine Box ist nach einem Advent verbraucht.

Und was ein Buch nicht kann

Ehrlich bleiben lohnt sich hier, weil sonst jemand das Falsche kauft:

Ein Buch enthält kein Material. Tür, Figur und die paar Kleinigkeiten müsst ihr separat besorgen. Wenn ihr wirklich bei null anfangt, ist die Rechnung nicht Buch oder Box, sondern Buch plus das Nötigste. Was das ist, steht im Zubehör-Überblick — es ist weniger, als man denkt.

Die Briefe zum Heraustrennen bedeuten, dass man ein Buch zerschneidet. Manche Eltern bringen das nicht übers Herz. Die Briefe lassen sich genauso gut vorlesen oder abschreiben, das steht jedem frei — aber es ist ein Punkt, den man vorher wissen sollte.

Bei zwei Kindern mit unterschiedlichen Zimmern wird es umständlicher. Ein Buch, zwei Wichteltüren, zwei Briefe pro Abend: Das geht, heißt aber doppeltes Abschreiben.

Die Kombination, die am häufigsten passt

Für die meisten Familien, die nicht bei null anfangen, sieht die sinnvolle Aufteilung so aus:

  1. Tür und Figur einmalig kaufen — die bleiben jahrelang.
  2. Ein Tagesbuch für den Plan und die Briefe.
  3. Drei, vier Kleinigkeiten für die Tage, die Material brauchen: Wackelaugen, ein abwischbarer Kreidestift, etwas Streudeko.

Das ist günstiger als eine große Box und trägt weiter. Wer dagegen zum ersten Mal wichtelt und keine Lust auf Einzelteile hat, nimmt eine Box für die Ausstattung und ein Buch für den Inhalt.

Die einzige Kombination, die selten gut ausgeht, ist: nur Material, kein Plan. Denn dann steht am 8. Dezember eine hübsche kleine Tür an der Wand, hinter der sich niemand etwas ausgedacht hat.