Wichtelbuch-Vorlagen: was drin sein muss
24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit
„Mit Vorlagen” steht auf vielen Wichtelbüchern. Gemeint ist damit alles Mögliche — von 24 fertigen Briefen bis zu drei Ausmalbildern.
Die Vorlagen, die etwas bringen
Briefe im Wortlaut. Die einzige Vorlage, die abends Zeit spart. Alles andere spart Bastelzeit, und die habt ihr ohnehin nicht eingeplant.
Ein Namensfeld. Ein Brief mit dem eigenen Namen wirkt bei Kindern völlig anders. Fehlt das Feld, schreibt ihr den Namen eben dazu — dann ist die Vorlage nur noch halb eine.
Ein Steckbrief für den Wichtel. Name, Alter, Lieblingsessen. Kinder lesen so etwas zwanzigmal, und es gibt der Figur einen Charakter, auf den sich spätere Briefe beziehen können.
Eine Regeltafel zum Aufhängen. Die fünf Regeln an der Wand ersparen euch vier Wochen Diskussion.
Die Vorlagen, die Seiten füllen
Ausmalbilder. Schön, aber mit dem Wichteltür-Brauch hat es wenig zu tun. Zum Ausmalen gibt es bessere Bücher.
Bastelbögen zum Ausschneiden. Wer schneidet die aus? Nicht der Wichtel. Und wenn ihr sie ausschneidet, habt ihr wieder einen Abend investiert.
Leere Briefvorlagen ohne Text. Ein bedrucktes Blatt mit Rand ist nett, aber die Arbeit bleibt — nämlich zu wissen, was hineingehört.
Die Frage, die das Buch beantwortet haben muss
Darf ich die Vorlagen kopieren? In einem Buch, das ihr einmal kauft und drei Jahre benutzt, ist das entscheidend. Wenn die Briefe herausgetrennt werden müssen, ist das Buch nach dem ersten Jahr kaputt.
Achtet darauf, ob Vorlagen als Kopiervorlagen gekennzeichnet sind oder ob es sie zum Herunterladen gibt.
Was ihr euch selbst bauen könnt
Das Wichtigste kostet nichts: 24 Stichworte auf einem Zettel am Kühlschrank. Damit entscheidet ihr abends nicht mehr, sondern lest ab.
Der Zeitfresser ist nicht das Ausführen, sondern das Überlegen um halb zehn.
Was ein einzelner Brief enthalten muss, steht in Wichtelbrief schreiben: der Aufbau in vier Sätzen.
Vorlagen zum Herunterladen
Manche Bücher legen einen Zugangscode bei, über den es die Briefe als Datei gibt. Das klingt nach Zusatznutzen und hat zwei Seiten.
Dafür spricht: Ihr könnt ausdrucken statt abzuschreiben, und bei zwei Kindern braucht ihr jeden Brief doppelt.
Dagegen spricht: Ein ausgedruckter Brief ist kein Brief vom Wichtel. Handschrift ist der halbe Zauber, und ein Kind, das sonst Ausdrucke aus der Schule kennt, merkt den Unterschied.
Der beste Weg liegt dazwischen: Ausdrucken als Vorlage für euch, abschreiben als Brief fürs Kind. Dann müsst ihr nichts erfinden und verliert nichts.
Die Vorlage, die am meisten bringt
Sie steht selten in Büchern, kostet nichts und ersetzt die Hälfte aller anderen: ein Blatt mit 24 Kästchen.
Eines pro Tag, darin ein Stichwort, abgehakt, was schon war. Damit ist die Frage, die abends die Zeit frisst, beantwortet, bevor sie gestellt wird.
Hängt es dorthin, wo ihr abends steht — nicht in eine Schublade.
Was in unseren Büchern steht
3 Minuten Wichteltür-Ideen — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen für alles, was nichts voraussetzt, und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.