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Wichtelplaner: den Advent vorher durchgehen

18. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Ein Wichtel mit grüner Zipfelmütze und Rucksack steht aufrecht in einem hölzernen Bilderrahmen

Die Wichtelzeit scheitert selten an den Ideen. Sie scheitert daran, dass die Entscheidung vierundzwanzigmal abends um halb zehn fällt — dann, wenn niemand mehr entscheiden will.

Eine halbe Stunde Ende November erledigt alle vierundzwanzig auf einmal.

Was auf den Plan gehört

Eine Zeile pro Tag, vier Spalten:

TagWas passiertAufwandMaterial
1Einzug: Tür, Figur, Ankunftsbrief, Spur🟡Puderzucker
2Wichtel sitzt woanders🟢
3Wackelaugen im ganzen Haus🟡Wackelaugen

Mehr braucht es nicht. Entscheidend sind die beiden rechten Spalten.

Die Reihenfolge, nach der ihr plant

Erst die Wochentage eintragen. Schaut in den Kalender: Welche Tage sind Montag bis Donnerstag? Dort kommen die 🟢-Tage hin — unter einer Minute.

Dann die Wochenenden. Samstag und Sonntag vertragen die aufwendigen Ideen. Drei bis vier davon reichen für den ganzen Advent.

Dann die bekannten Ausfälle. Elternabend, Weihnachtsfeier, die Woche, in der ihr sowieso keine Zeit habt. Diese Tage bekommen einen Brieftag oder einen Notfallbrief.

Zuletzt die Lücken füllen. Was übrig bleibt, wird 🟡.

Die Kurve, die eine Familie durchhält

  • Tag 1: Einzug, groß genug, um zu wirken, klein genug, um keine Erwartung zu setzen
  • Tage 2–6: kennenlernen, kurze Streiche, ein Highlight
  • Tage 7–17: die lange Strecke. Hier die kürzesten Tage — das ist der klassische Abbruchpunkt
  • Tage 18–23: dichter werden, die aufwendigen Ideen
  • Tag 24: Abschied, wieder groß

Die Einkaufsliste fällt dabei ab

Wenn die Material-Spalte steht, habt ihr sie automatisch. Meist sind es vier Dinge: Wackelaugen, ein abwischbarer Kreidestift, Streudeko und etwas, das nach Schnee aussieht.

Das ist der zweite Grund, warum sich das Planen lohnt: Ihr kauft einmal gezielt statt dreimal auf Verdacht. Was sich wirklich lohnt, steht im Zubehör-Überblick.

Der Puffer, den ihr einbauen solltet

Zwei Notfallbriefe, die keinem Tag zugeordnet sind. Irgendwann fällt ein Abend aus — Krankheit, Erschöpfung, einfach vergessen. Wer für diesen Fall etwas in der Schublade hat, gerät nicht in Not:

Oh je. Ich habe verschlafen! Der Weihnachtsmann hat gestern so lange erzählt, dass ich erst im Morgengrauen zurück war. Heute mache ich gar nichts — außer mich zu freuen, dass es dich gibt.

Wenn der Plan schon fertig sein soll

Genau das ist der Unterschied zwischen einer Ideensammlung und einem Tagesbuch: Die Sammlung gibt euch die Ideen, die Reihenfolge macht ihr. Ein Tagesbuch hat sie schon.

Unsere Bücher 3 Minuten Wichteltür-Ideen enthalten einen fertigen Adventsplan: alle 24 Tage auf einer Seite, mit Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 und Materialangabe — genau die Tabelle von oben, nur schon ausgefüllt.

Dazu 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, ein „ohne Material”-Zeichen und Notfallbriefe.

Zwei Ausgaben, mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele. Je 141 Seiten, alle farbig, 14,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.

Wer trotzdem selbst planen will, kann den Plan als Vorlage nehmen und Tage tauschen — dafür ist die Ampel da.