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Wichtelzeit zu zweit: wer macht was

24. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Zwei verschiedene Handschriften auf zwei kleinen Zetteln liegen nebeneinander auf einem Tisch

Die meisten Anleitungen gehen davon aus, dass eine Person die Wichtelzeit macht. In der Praxis sind es zwei — und genau daran fällt sie am häufigsten auf.

Die drei Dinge, die auffallen

Die Handschrift. Das Offensichtlichste. Zwei Schriftbilder in derselben Woche bemerkt ein Kind sofort, auch wenn es nichts sagt.

Der Ton. Der eine schreibt knapp und albern, der andere ausführlich und warm. Ein Wichtel, der seinen Charakter wechselt, ist keiner.

Die Größe der Ideen. Wenn einer aufwendige Sachen baut und der andere die Figur umsetzt, wirkt jeder zweite Tag wie ein Rückschritt.

Wie ihr das löst

Einigt euch auf eine Handschrift. Die Person, die häufiger schreiben wird, schreibt alle Briefe — am besten gleich alle im Voraus, an einem Abend im November. Zwanzig Minuten, und die Frage ist für vier Wochen erledigt. Der andere legt sie dann nur noch hin.

Legt den Ton einmal fest. Drei Eigenschaften reichen: Wie alt ist er? Was kann er nicht? Wie endet er seine Briefe? Schreibt das auf einen Zettel und hängt ihn in den Schrank.

Teilt nach Tagen, nicht nach Aufgaben. Nicht „du machst die Briefe, ich die Ideen”, sondern „Montag, Mittwoch, Freitag du”. Sonst wartet immer einer auf den anderen.

Der gemeinsame Zettel

Das Wichtigste ist eine Liste, die beide sehen: 24 Stichworte, abgehakt, was schon war.

Ohne sie passiert zuverlässig eines von zwei Dingen: Beide machen am selben Abend etwas, oder keiner.

Ein Zettel an der Innenseite der Schranktür reicht. Eine gemeinsame Notiz auf dem Telefon geht auch — Hauptsache, sie ist an einem Ort und nicht in zwei Köpfen.

Wenn nur einer Lust hat

Kommt vor und ist kein Problem. Dann macht die Person es allein, und die andere weiß Bescheid und hält den Mund.

Was nicht funktioniert: dass einer es allein macht und der andere abends fragt „hast du schon?” — das ist die sicherste Art, die Sache zu einer Pflicht zu machen.

Der Vorrat für beide

Zwei fertige Notfallbriefe in der Schublade, die jeder von euch nehmen kann, ohne den anderen zu fragen. Was hineingehört, steht in Wichtel vergessen: der Morgen danach.

Der Abend, an dem beide dachten, der andere macht es

Das ist der häufigste Ausfall in Haushalten mit zwei Erwachsenen — und er passiert fast immer in der zweiten Woche, wenn die Routine noch nicht sitzt.

Zwei Vorkehrungen dagegen:

Ein fester Zeitpunkt. Nicht „irgendwann abends”, sondern an eine bestehende Gewohnheit gekoppelt: nach dem Zähneputzen der Kinder, beim Küchelicht-Ausmachen. Was an nichts hängt, wird vergessen.

Ein sichtbares Zeichen. Die Figur steht tagsüber an einem bestimmten Ort und wird abends umgesetzt. Wer morgens sieht, dass sie noch am alten Platz steht, weiß Bescheid — und kann notfalls den Notfallzettel nachlegen, bevor das Kind aufsteht.

Wenn einer verreist ist

Kommt im Dezember häufiger vor als gedacht. Dann übernimmt der andere alles — und genau deshalb lohnt es sich, die Briefe im Voraus zu schreiben.

Zwanzig Minuten im November, und es ist egal, wer an welchem Abend da ist. Die Handschrift bleibt gleich, der Ton bleibt gleich, und niemand muss um halb zehn etwas erfinden.

Woher der Plan kommt

3 Minuten Wichteltür-Ideen — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.