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Der Wichtelschatz: die Suche zum Schluss

24. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Eine kleine Holzkiste steht halb geöffnet unter einem Stuhl, daneben liegt ein Schlüssel

Die letzten Tage vor Weihnachten sind der schwierigste Teil des Advents: Die Kinder sind aufgedreht, und jede einzelne Idee geht in der allgemeinen Aufregung unter.

Ein Schatz löst das, weil er über mehrere Tage läuft statt über einen.

Der Aufbau über fünf Tage

Tag 19: Der Wichtel erwähnt zum ersten Mal, dass er etwas versteckt hat. Nicht mehr.

Tag 20: Ein Schlüssel liegt vor der Tür. Ohne Erklärung.

Tag 21: Der erste Hinweis. Er führt zu einem Ort im Haus, an dem der zweite liegt.

Tag 22: Der zweite Hinweis, dann der dritte.

Tag 23: Die Kiste wird gefunden.

Fünf Abende, jeweils ein Zettel. Das ist weniger Arbeit als fünf einzelne Streiche — und es beschäftigt die Kinder den ganzen Tag statt fünf Minuten.

Was in die Kiste gehört

Etwas Kleines und Persönliches. Kein Geschenk, das mit den Weihnachtsgeschenken konkurriert — das verliert es.

Was sich bewährt hat:

  • die gesammelten Briefe, zusammengebunden mit einer Schnur
  • seine Mütze, winzig, aus Filz
  • ein leeres Heft für das nächste Jahr
  • eine Zeichnung von ihm, schief gemalt
  • ein Foto von einem Ort im Haus, an dem er war

Das Beste daran: Die Briefe habt ihr ohnehin geschrieben. Ihr müsst sie nur aufheben.

Die Kiste

Eine Streichholzschachtel reicht nicht, eine Schuhschachtel ist zu groß. Eine kleine Holz- oder Blechdose, die sich schließen lässt — und zu der der Schlüssel von Tag 20 passt.

Der Fehler, den man vermeiden muss

Der Schatz darf nicht enttäuschen. Fünf Tage Aufbau und dann ein Schokoriegel — das nehmen Kinder übel, und zwar zu Recht.

Der Trick ist, den Wert nicht über den Inhalt zu erzeugen, sondern über die Bedeutung: Etwas, das nur für dieses Kind gemacht wurde und das es behalten darf.

Wann der Schatz gefunden wird

Am 23., nicht am 24. Am Heiligabend geht alles unter, was nicht unter dem Baum liegt. Einen Tag vorher hat der Schatz den Morgen für sich — und das Kind hat Zeit, sich davon zu verabschieden.

Was in den Abschiedsbrief gehört, steht in Wichtel-Erinnerung: was nach dem 24. bleibt.

Die Hinweise schreiben

Drei bis fünf Hinweise reichen, und sie sollten im Schwierigkeitsgrad steigen — der erste leicht, damit die Suche überhaupt anläuft.

Was sich bewährt hat:

Hinweis 1: ein Ort im Haus, den das Kind sofort errät. „Dort, wo die Schuhe wohnen.”

Hinweis 2: ein Gegenstand, der etwas versteckt. „Unter dem, was nie gelesen wird.”

Hinweis 3: ein Rätsel mit einem Wort als Lösung.

Hinweis 4: eine Zahl oder Richtung. „Sieben Schritte von der Haustür, dann nach links.”

Schreibt alle vorher und legt sie in der richtigen Reihenfolge zurecht. Wer sie abends einzeln erfindet, verzettelt sich, und die Kette passt am dritten Tag nicht mehr zusammen.

Bei mehreren Kindern

Ein Schatz, zwei Sucher — das geht schief, wenn eines schneller liest.

Der Ausweg: zwei Hinweisketten, die sich am Ende treffen. Jedes Kind bekommt seine eigene, und beide führen zur selben Kiste. Damit kommen sie gleichzeitig an, und keines hat verloren.

Woher der Plan kommt

3 Minuten Wichteltür-Ideen — mit dem Wichtel Fips und der Wichtelin Nele: 24 fertige Briefe im Wortlaut mit Namensfeld, über 40 Ideen, eine Aufwand-Ampel 🟢🟡🔴 über jedem Tag, ein „ohne Material”-Zeichen und Notfallbriefe für die Abende, an denen nichts mehr geht. 141 Seiten, alle farbig, 16,99 €, für Kinder von etwa 3 bis 8.